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Toller Roman, irreführender Titel
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Zunächst folgendes: die Übersetzung des englischen Originalwerks ist leider sehr schlecht ausgefallen, was den Sinn und Inhalt mancher Passagen verfremdet. Dazu gehört auch der Titel des Buches selbst, denn dieser lautet: "The game", Das Spiel. Genau darum geht es in dem Werk. Der Autor Neil Strauss schildert romanartig seinen Werdegang von einem "ewig frustrierten Verlierer", der bei Frauen einfach keinen Erfolg hat, zum verehrten und begehrten Verführungskünstler, der "das Spiel" der Verführung beherrscht. Dabei lernt er alle möglichen Größen der amerikanischen "Pickup-Szene", der Vollzeit-Verführer, kennen, verbringt Zeit mit ihnen, lernt von ihnen, blickt in ihre Seele.
Das ist der nächste Punkt, der erwähnenswert ist: Die perfekte Masche ist kein Verführungsratgeber, es ist ein Roman über einen Verführungskünstler! Wer sich erhofft beim Lesen hilfreiche Tips und Ratschläge für den Umgang mit dem anderen Geschlecht zu bekommen, der wird enttäuscht werden. Dazu sind die Schilderungen von Anmachversuchen und "Verführertricks" viel zu oberflächlich und nebensächlich. Der Qualität des Buches tut dies allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil! Strauss Buch ist äußerst süffig zu lesen, gut geschrieben, stellenweise sogar spannend, oft faszinierend, und der Einblick, den er in die Struktur und Köpfe der amerikanischen Verführungsszene gibt, ist schonungslos ehrlich und sehr aufschlußreich.
Daher als Fazit: trotz aller Kontroversen die dieses Buch - auch hier - ausgelöst hat, ist es ein TOP Werk, das man schon allein der Neugier wegen gelesen haben sollte. Denn, mal ehrlich: welchen Mann hat die Frage noch nicht beschäftigt, warum manche so viel Erfolg bei Frauen haben und manche so wenig? Dieses Buch öffnet einem in so mancher Hinsicht die Augen - und unterhält dabei ganz hervorragend.
Daher, trotz der Übersetzungsmängel: 5 Sterne.
Eine Rezension von minicavy "minicavy" >
vom 20. Januar 2010 |